Projekt MIA - Modellregionen

Übersicht der zehn Modellregionen

Wie inklusiv ist meine Sportregion?
Wie kann ich dazu beitragen, sie inklusiver zu gestalten?
Was muss ich tun und wer unterstützt mich dabei?

Wir wollen auf diese und weitere Fragen in den zehn MIA-Modellregionen Antworten finden und sie dabei unterstützen, unter dem Motto „Mehr Inklusion für Alle“ eine inklusive Sportlandschaft in ihrer Region auf- bzw. auszubauen.

  • Landsberg am Lech, Bayern
  • Berlin-Pankow, Bayern
  • Frankfurt (Oder), Brandenburg
  • Bremerhaven, Bremen
  • Darmstadt, Hessen
  • Lüchow, Niedersachsen
  • Reinisch-Bergischer Kreis, NRW
  • Hoyerswerda & Kamenz, Sachsen
  • Eutin, Schleswig-Holstein
  • Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

Kurzvorstellung MIA - Modellregionen

Landkreis Landsberg am Lech, Bayern

  • Projektpartner: Isar-Würm-Lech Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH in Kooperation mit dem TSV 1862 Landsberg e. V., Abteilung Fußball;  der Koordinationsstelle Inklusion und der kommunalen Behindertenbeauftragten des Landkreises Landsberg am Lech
  • Der Landkreis Landesberg am Lech hat ca. 118.000 Einwohner und besteht aus der Stadt Landsberg am Lech, den Märkten Dießen und Kaufering sowie 28 Gemeinden. Es gibt 335 Sportvereine mit rund 51.000 Mitgliedern. Sportangebote für Menschen mit geistiger Behinderung organisiert in Vereinen sind im Landkreis bisher begrenzt auf die zwei Sportarten Fußball und Tischtennis. Es braucht dringend eine Unterstützung bei der Suche nach Beteiligungsmöglichkeiten in örtlichen Sportvereinen. Insbesondere für Menschen mit einer mittleren und schweren Behinderung sowie für erwachsene Frauen mit Behinderung gibt es im Landkreis bisher noch keine Angebote.

Berlin-Pankow, Berlin

  • Projektpartner: Sporttreff Karower Dachse e. V.
  • Berlin-Pankow ist mit 384.367 Einwohnern der größte und bevölkerungsreichste Bezirk Berlins. Die Vielfältigkeit verlangt viel Kreativität und unterschiedliche Herangehensweisen. Der Sporttreff Karower Dachse ist mit 1.600 Mitgliedern im Netzwerk Inklusion im Sport Berlin aktiv und möchte den Zugang zum Sport für Menschen mit Behinderung attraktiver oder offener gestalten. Die vorhandenen Möglichkeiten des Bezirks sollen ausgeschöpft und die Akteure zur Vernetzung bewegt werden. Im Vordergrund steht auch eine stärkere Zusammenarbeit mit Schulen.

Frankfurt (Oder), Brandenburg

  • Projektpartner: Stadtsportbund Frankfurt (Oder) e. V. in Kooperation mit dem Sport- und Gesundheitszentrum Frankfurt (Oder) e. V. und der Lebenshilfe Frankfurt (Oder) e. V.
  • In Frankfurt (Oder) leben rund 59.000 Menschen. Insgesamt 79 Sportvereine mit 10.302 Mitgliedern gestalten aktiv die dortige Sportlandschaft mit. Bislang bieten nur vier Sportvereine Bewegung, Spiel und Sport für Menschen mit Behinderung in der an Polen grenzender Stadt an. Es fehlen Breiten- und Freizeitsportangebote für Menschen mit und auch ohne Behinderung, die die individuellen Wünsche berücksichtigen. In Frankfurt (Oder) braucht es ein attraktives, nachhaltiges und gewinnbringendes Konzept für die Umsetzung von Inklusion und Sport, welches gemeinsam mit vielen Partnern erarbeitet werden soll.

Bremerhaven, Bremen

  • Projektpartner: Amt für Menschen mit Behinderung der Stadt Bremerhaven in Kooperation mit dem Behindertensportverband Bremen e. V.
  • In Bremerhaven prägen 115.000 Menschen und 78 Sportvereine mit ca. 20.400 (Stand 2016)  Mitgliedern das Stadtbild. Bremerhaven ist Teil des InSpo-Projekts (Inklusion und Sport) des Landes Bremen. Erste Erfahrungen mit der Arbeit mit dem Index für Inklusion liegen bereits vor und sollen durch vielfältige Synergien ausgebaut werden. Der Region fehlt insbesondere eine Vielzahl von Übungsleiter/innen für inklusive Sportangebote. Die Aufklärungsarbeit in den Sportvereinen, aber auch in die Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe sollen strukturiert und intensiviert werden. Zusätzlich führt eine hohe Altersarmut und Arbeitslosigkeit zu weiteren Handlungsfeldern.

Darmstadt, Hessen

  • Projektpartner: Sportamt der Stadt Darmstadt in Kooperation mit dem Verein für Sport und
    Gesundheit Darmstadt e. V.
  • Darmstadt hat ca. 160.000 Einwohner, 105 Sportvereine mit 45.000 Mitgliedern. Zur Serviceverbesserung für die Bevölkerung und Beratung für einzelne Personen oder Organisationen gibt es seit dem Jahr 1988 eine Beratungsstelle für den Sport. Die Umsetzung des kommunalen Aktionsplans soll im Themenfeld Inklusion und Sport weiter vorangetrieben werden und tragfähige Kooperationen und Netzwerke schaffen. Die Weiterentwicklung der Sportvereine sowie deren Angebote ist dabei ein zentrales Anliegen. Das Engagement soll auch einen Transfer aus dem Sport in andere Lebenswelten und Lebensbereiche prüfen und diskutieren.

Lüchow, Niedersachsen

  • Projektpartner: Reha- und Behindertensportabteilung im Sportclub Lüchow von 1861 e.V.
  • Die Stadt Lüchow hat ca. 9.500 Einwohner und liegt im ehemaligen Grenzgebiet zur damaligen DDR. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands und ländlich strukturiert. In neun Sportvereinen können die Lüchower Sport treiben. Es gibt nur vereinzelte Angebote für Menschen mit Behinderung und nur wenig Engagement im Themenfeld Inklusion und Sport. Eine Besonderheit ist die relative Dichte von Heimen für junge Menschen mit schwierigen Hintergründen, die bisher nicht am Sport und darüber hinaus auch nicht am gesellschaftlichen Leben der Region teilhaben können.

Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen

  • Projektpartner: Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis (RBK) e. V. in Kooperation mit dem DJK SSV Ommerborn Sand e. V., Die Kette e. V. und dem Amt für Integration und Inklusion des RBK
  • Der Rheinisch-Bergische Kreis zählt 280.000 Einwohner. Im Kreissportbund als Dachverband verteilen sich 229 Sportvereine mit 65.186 Mitgliedern auf acht Stadt- und Gemeindesportverbände. Der Landkreis hat einen „Maßnahmenplan Inklusion im Rheinisch-Bergischen Kreis“ mit 97 konkreten Aktionen in sechs Themenfeldern erarbeitet. Der Bereich Sport soll dabei verstärkt betrachtet werden, da das Themenfeld Inklusion bisher nur mit kleinen Initiativen in einzelnen Sportvereinen umgesetzt wird. Alle Sportvereine in den Beratungsprozess aktiv mit einzubeziehen, ist Chance und Herausforderung zugleich.

Hoyerswerda & Kamenz, Sachsen

  • Projektpartner: Kreissportbund Bautzen e. V. in Kooperation mit dem Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband e. V.
  • Der Kreissportbund Bautzen ist der Dachverband des organisierten Sports im Landkreis Bautzen von 400 Sportvereinen mit mehr als 46.000 Mitgliedern. Seit mehr als 25 Jahren vollzieht sich ein starker demographischer Wandel mit einem Bevölkerungsrückgang von etwa 25 Prozent, maßgeblich geprägt durch die  „Landflucht“ junger Menschen. Die Städte Hoyerswerda (30.000 Einwohner) und Kamenz (17.000 Einwohner) sollen in den Blick genommen werden, um unterschiedlichsten Zielgruppen (u. a. Menschen mit Behinderung, Migrationshintergrund bzw. Fluchterfahrung) den Zugang zum Sportverein zu gewähren.

Eutin, Schleswig-Holstein

  • Projektpartner: Handballsportclub Rosenstadt Eutin e.V.
  • Die Kreisstadt Eutin liegt im Kreis Ostholstein. Eutin hat knapp 17.000 Einwohner und einen Altersdurchschnitt von  47 Jahren. Über 50 Prozent der Bevölkerung ist über 50 Jahre alt.  Für den jungen und familiär geführten Verein mit 37 Mitgliedern steht der Aufbau einer nachhaltigen Zusammenarbeit mit den vorhandenen Strukturen vor Ort im Fokus. Insbesondere sollen mit den acht regionalen Sportvereinen, der Kommune und weiteren öffentlichen Einrichtungen eine Vernetzung angestrebt und langfristig Angebote in Schulen, Ganztagseinrichtungen und Werkstätten installiert werden.

Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

  • Projektpartner: Reha-Sportverein Mühlhausen e. V. – Abteilung ILOH „Ich lebe ohne Hindernisse“
  • Der Unstrut-Hainich-Kreis ist die Heimat für 104.000 Menschen im Grünen Herzen Deutschlands. Hier befindet sich das UNESCO Weltnaturerbe Nationalpark Hainich. Der Verein mit 1.350 Mitgliedern engagiert sich überwiegend im Rollstuhlsport und sorgt mit sportlichen Aktivitäten für Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung. Für Menschen mit sozialer Benachteiligung und deren Angehörige soll er perspektivisch Anlaufstelle für Sportangebote in der Region sein und naturtouristische, barrierefreie Angebote verschiedener Träger vernetzen. Darüber hinaus sollen innovative Freizeitmöglichkeiten entwickelt und gezielt für und mit den Partnern vor Ort vermarktet werden.