Darmstadt

Wer sind wir?

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Projektbeteiligte der Modellregion Darmstadt mit dem Projektteam MIA des DBS

Wir, der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Sportamt und der Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e.V. vertreten die Modellregion Darmstadt.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine weltoffene Stadt mit ca. 160.000 Einwohnern. Als „Sportstadt mit Herz“ hat sich Darmstadt in der Region, in Deutschland und Europa einen Namen erworben. Verantwortlich sind in erster Linie 105 Sportvereine mit einem umfangreichen und vielseitigen Angebot für alle Altersgruppen. Spitzensportereignisse gehören genauso in den Veranstaltungskalender wie regelmäßig durchgeführte Sporterlebnisse im Breiten- und Freizeitsport.

Das Institut für Sportwissenschaft an der Technischen Universität sowie das Hochschulsportzentrum und der Sportkreis Darmstadt-Dieburg stehen stellvertretend für Innovation, Aus- und Fortbildung und kreative Umsetzung von Sportprojekten auf vielen Ebenen. Die Darmstädter Sportstiftung hilft in Not geratenen Sportlern und Vereinen und fördert soziale Projekte in der Sportlandschaft.

Partnerschaft und Patenschaft mehrerer Unternehmen in Darmstadt garantieren, dass neben der unbezahlbaren ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen und den unterstützenden öffentlichen Mitteln, eine inzwischen notwendig gewordene dritte Säule die Rahmenbedingungen für den unverzichtbaren Erhalt und die Entwicklung des Sports schafft. Nicht mehr nur als „wichtigste Nebensache der Welt“ ist der Sport zu bezeichnen, sondern er hat für viele Menschen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird inzwischen als wichtige Grundlage für das allgemeine Wohlbefinden und als Anreicherung von Lebensqualität verstanden, vielfach übernimmt der Sport in Darmstadt Aspekte kommunaler Daseinsfürsorge. Unser Partner der Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e.V. ist Mitglied des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes e.V. (HBRS) und des Landessportbundes Hessen e.V. (LSBH). Zweck des Vereins ist die Durchführung von Sport- und Bewegungsangeboten für Menschen mit und ohne Behinderung als Hilfe zur sozialen und beruflichen Rehabilitation und zur Steigerung der Lebensfreude.

 

Die Projekt- und Koordinationspartner

Das Projekt kann sich auf Partner mit Erfahrung verlassen, die im "Kompetenzteam" direkt den Verlauf des Index-Prozesses steuern und begleiten. Es sind dies:

  • Wissenschaftsstadt Darmstadt, Sportamt, Sportberater, Ralf- Rainer Klatt und Koordinatorin Sport, Integration und Inklusion, Elisa Völker.
  • Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e.V., Vorsitzender Wolfgang Scharf.

sowie unter Anderen

  • der Landessportbund Hessen, Referent für Sport & Inklusion, William Sonnenberg.
  • das Hessische Ministerium des Innern und für Sport, Referatsleiterin Sport für Menschen mit Behinderung, Inklusion Marina Mohnen.
  • der Behindertenbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt in allen Fragen der Barrierefreiheit von Verkehrswegen und Bauwerken, Club der Behinderten und ihrer Freunde (CBF), Michael Müller.
  • Special Olympics Hessen, Geschäftsstellenleiterin, Judith Melzer.

 

Warum wollen wir uns mit Inklusion auseinandersetzen?

Rollstuhlbasketball beim SportSpielfest
Rollstuhlbasketball beim SportSpielfest

Sport für und mit Menschen mit Behinderungen ist für uns genauso wichtig und selbstverständlich wie das Engagement in allen anderen Sportthemen. Da passt es natürlich gut in die weiteren Entwicklungsprozesse der Stadt, sowohl hinsichtlich des lokalen Aktionsplans der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung als auch in Sportentwicklungsplanungen in Vereinen und Stadtteilen, dass über den „Index für Inklusion“ eine kompetente, wissenschaftliche Begleitung stattfindet, eine Verbesserung der Netzwerke und der Ausbau der inklusiven Sportlandschaft möglich wird. Um noch mehr und allgemein zu sensibilisieren, wurde das Jahr „Sport und Inklusion 2017 in Darmstadt“ ausgerufen. Einige Veranstaltungen und auch Höhepunkte sind hier aufgeführt:

Verleihung des „Goldenen Stern des Sports“ an die „Wasserflöhe“, Abteilung im Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt e. V., durch den damaligen Bundespräsidenten Gauck. Die „Wasserflöhe“ sind eine Tauchsportgruppe, in der Menschen mit geistiger Behinderung den Tauchschein im Freiwasser erwerben können und in der Tauchlehrer weitergebildet werden.

„Inklusion und die Rolle des Sports in der Stadtgesellschaft“ – so hieß die Veranstaltung der Darmstädter Sportstiftung, in der die Referentin, eine Rollstuhlsportlerin, auf die Möglichkeiten, durch Sport Vorbildfunktionen übernehmen zu können, einging, aber auch auf die Notwendigkeiten hinwies, bei allen vorhandenen Barrieren vor allem die Barrieren im Kopf, sowohl bei Menschen mit Behinderungen wie bei Menschen ohne (offensichtliche) Einschränkungen abzubauen.

Höhepunkt im Jahr „Inklusion und Sport in Darmstadt“ war das traditionelle Sport & Spielfest mit dem Motto „Inklusion erleben“, an dem über 15.000 Menschen teilgenommen haben und über 60 Vereine und Organisationen beteiligt waren. In der Veranstaltung wurden auf unterschiedlichen Ebenen zahlreiche „inklusive Akzente“ gesetzt. Ziel war und ist es, daraus nachhaltig wirksame Effekte zu kultivieren.

Die Beteiligung von Menschen mit Behinderung an weiteren Sportentwicklungsprozessen ist uns wichtig. Sportvereinen, Vorständen und Übungsleitungen sollen in Verbindung mit dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg und unter Einbeziehung von Sportfachverbänden Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen angeboten werden. Mit den Darmstädter Werkstätten soll der Bau, die Produktion und Vertrieb von Sportgeräten wieder aufgenommen und erweitert werden. Unter anderem ist vorgesehen, ein Verleihsystem zu entwickeln. Sowohl in den Werkstätten wie auch in anderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung soll Sport und Bewegung in verschiedenen Facetten (im Verein, im Betrieb, in der Prävention, als Zuschauer usw.) thematisiert und Maßnahmen zur Umsetzung intensiviert oder durchgeführt werden. Die Entwicklung eines internetfähigen Sportstättenstadtplans ist schon in der Sportentwicklungsstudie benannt worden. Dieser Stadtplan soll mit spezifischen Kennzeichnungen für barrierefreie Zugänge ergänzt werden. Inklusion als Sportentwicklungsprozess wird in Seminarinhalte des Masterstudiengangs Sportmanagement an der TU Darmstadt aufgenommen. Der Einsatz, die Verbesserung und die Koordination kommunikativer und kommunikationstechnischer Mittel soll aufgearbeitet und zielgerichtet, auch unter Beteiligung von entsprechenden Kommunikationsexperten und von „Betroffenen“ verbessert werden. Vorhandene Erfahrungen und „Erfahrungsgewinnprozesse“, einschließlich der Schwierigkeiten und Hürden, sollen dokumentiert werden. Das vorhandene Netzwerk soll erweitert, aber auch verdichtet werden. Mit „alten“ und neuen Partnern – mit Menschen mit Behinderung – sollen Transfers aus dem Sport in andere Lebenswelten und Lebensbereiche überprüft und diskutiert werden.

Welche Themen sind uns wichtig?

Wir wollen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Vernetzung von vorhandenen Strukturen erreichen, die sich mit dem Thema Inklusion befassen. In dieser Absicht wollen wir das Thema „Sport und Inklusion“ platzieren. Wir wollen in vorhandenen Sportstrukturen (Vereinen), die sich bereits mit dem Thema  Inklusion beschäftigen, deren Aktivitäten festigen, ggf. ausbauen. Wir wollen vorhandene Sport(organisations)strukturen, die sich bislang nicht mit dem Thema  Inklusion beschäftigen für das Thema Inklusion sensibilisieren. Wir haben beim 40. Sport- und Spielfest am 24. Juni 2018 das Thema „Sport und Inklusion“ als ein Schwerpunkthema in den Zielsetzungen der Veranstaltungen hervorgehoben. Die Förderung, Stärkung und Weiterentwicklung der Sportvereine sowie ihrer Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung ist ein zentrales Anliegen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt – aber eben auch in der „Sportstadt mit Herz“ heißt es im lokalen Aktionsplan zur Inklusion.

Weitere Informationen

Kontakt

Die Hauptansprechpartnerin für die Modellregion Darmstadt ist:
Frau Elisa Böhler (geb. Völker), Koordinatorin Sport, Integration und Inklusion
Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Sportamt
Tel.: 06151-132976